Nicht deine Verantwortung!

Kategorie: Mentale Gesundheit. Überwindung des Ego.
Lesezeit: ca. 5 Minuten

Kennst du die Menschen in deinem Leben? Kennst du sie wirklich?

Wie sehr glaubst du sie zu kennen? Wie sehr glaubst du dich selber in dem Wissen darüber zu (er)kennen?

Du hast Meinungen über sie. Du hast Meinungen über ihre Meinungen. Du hast Meinungen über die Meinungen der Menschen in ihrem Leben. Meinungen über ihren Job, ihr Haus, ihr Auto, ihre Kleidung, ihren Körper, ihr Auftreten, ihr Aussehen.

Und Menschen haben Meinungen über dich. Sie haben Meinungen über deine Meinungen. Meinungen über dein Leben. Was du tun sollst und was du nicht tun sollst. Sie haben Meinungen über deine Partnerschaft oder über dein Solo-Dasein, über deine Kinder oder deine nicht vorhandenen Kinder. Über dein Aussehen, über deinen Körper, über dein Auto, dein Zuhause, dein Wissen.

Es scheint als ob nichts, was wir tun, ungesehen bleibt.

Kannst du ihre Blicke und ihre Gedanken spüren? Ihr Gedanken und Meinungen – über dich? Es sind ihre Gedanken. Doch werden sie zu deinen?

Würdest du nach ihren Gedanken und Meinungen leben wollen könntest du nie etwas sagen oder tun. Ist es nicht so?

Hättest du mich gern kleiner, größer, dünner, dicker, weicher, stärker?
Hättest du lieber das ich still bin? Oder soll ich lauter werden?
Provoziert dich die Art wie ich mich kleide? Wie ich gehe? Mein Lippenstift? Meine Haarfarbe? Ist es meine Brust? Mein Bauch? Mein Po? Meine Hüften? Der Körper, mit dem ich geboren wurde?

Beurteilen wir nicht alle. Auch wenn wir all die Körper da draußen nie gesehen haben, wir beurteilen sie trotzdem. Auch wenn wir so viele Menschen da draußen nie kennengelernt haben, nur an ihnen vorbei gegangen sind, wir haben auch sie beurteilt.
Und verurteilst du mich dafür? Warum?

Entscheiden wir nicht mit jedem dieser Gedanken darüber, wer sie sind? Entscheiden, was sie wert sind. Woran messen wir das?

Woran misst du den Wert eines Menschen?
Woran misst du den Wert eines Menschen in deinem Leben?
Woran misst du den Wert deines Lebens?

Wer entscheidet eigentlich, was all das aus mir macht, aus dir macht und was es bedeutet?

Beruht mein Wert nur auf deiner Wahrnehmung?
Oder ist deine Meinung über mich nicht vielmehr meine Verantwortung?

Wessen Leben lebst du?

Kategorie: Mentale Gesundheit. Überwindung des Ego.
Lesezeit: ca. 5 Minuten

Erschaffst du dein Leben für Andere oder erschaffst du dein Leben für dich? Versteht mich richtig. Bei Fragen wie diesen springt allzu gern direkt das Ego an. Es geht hier nicht darum, dass wir ein Leben gegeneinander führen und jeder für sich versucht das Beste rauszuholen, egal was mit dem Anderen ist. Es geht darum, dass wir wieder näher zueinander rücken, uns einander öffnen und das miteinander (Er)schaffen und (Er)Leben.

Wir können nur aus uns selber heraus die Welt erleben und erschaffen. Wir können dabei aus der Liebe und Zufriedenheit heraus für uns und andere handeln. Oder aber wir tun es, um etwas zu beweisen, um jemandem etwas auszuwischen oder weil wir versuchen etwas zu vermeiden. Das ist es, was ich meine, wenn wir etwas für Andere statt für uns selbst leben.

Wir können es jedoch nur schaffen aus uns selbst heraus für unser Leben zu leben, wenn wir in unserer Wahrnehmung so bewusst sind, dass wir den Unterschied erkennen zwischen dem, was ich aus eigener oft unbewusster Furcht oder dem Ego heraus tue und dem, was ich einfach aus mir heraus tue. Ohne Bedingungen oder Vorgeschichte. Ich weiß, der Grad hier ist sehr schmal. Die Energie darin ist ja auch sehr fein und sie ist geschickt uns darin zu täuschen. Ich weiß du fühlst bereits, was ich meine. Bleib bei mir und lass uns deinen Verstand – der gerne verstehen will, noch ein Stück mitnehmen auf die Reise.

Klar ist, in beiden Fällen tun wir etwas für uns. Der Unterschied darin ist, das wir das eine z.B. auf einer Schutzfunktion basierend tun und das Andere schlichtweg aus uns selbst heraus. Nenn es gern absichtsloses Handeln. Hingabe. Manchmal auch die Momente, wo das Ego dann aufschreit: „Das kannst du jetzt nicht tun. Er hat doch dies und jenes gemacht. Deshalb müssen wir es ihm heimzahlen und es ihm gleich tun. Das hat er verdient. Er muss verstehen, dass das falsch ist und ich im Recht bin. Vorher werde ich mich nicht mit ihm vertragen.“ Und so weiter und so fort. Please don’t! Ich weiß diese Stimme ist stark. Doch folge diesem Pfad nicht. Das schärft die Schere der Trennung, die wir im Herzen alle nicht wollen. Denn wenn wir in diese Situation reinfühlen, ist das nur Schmerz. Und wir können uns nicht von diesem Schmerz befreien, wenn wir mit dem Schmerz kämpfen. Das macht nur noch mehr Schmerz. Und wir dürfen erkennen, das kein Mensch da draußen deinen Schmerz heilen kann. Das kannst nur du selbst.

Und da stehen wir wieder. Allein mit dem was wir da denken und fühlen. Was wir wollen und nicht wollen und dann auch noch dieses richtig und falsch. Doch weißt du. Du klebst doch auch nicht deinem Partner/ deiner Partnerin das Pflaster auf den Finger, wenn du dich geschnitten hast. Das ergibt doch keinen Sinn. Und dennoch versucht unser Verstand uns das irgendwie weiß zu machen. Im Grunde ein ziemlich miserabler Ratgeber, oder?

Wenn wir dann nicht aufpassen, knüpfen wir unser Leben permanent an Bedingungen oder Erwartungen. An uns selbst und Andere. Und wenn dann die Dinge anders laufen, als wir sie gerne hätten… Nunja, ich glaube den Satz brauch ich nicht zu beenden ,-)

Viele sagen dann: „Mein Leben ist wie eine Achterbahn.“ Doch hast du selbst diese Achterbahn konstruiert und gebaut. Also klar, diese Achterbahn ist genial und keine ist besser und sie ist wirklich beeindruckend. Doch mal ehrlich, ist das nicht verrückt?

Wir werden nicht dauerhaft fröhlichere und glücklichere Menschen durch die Anderen. Es beginnt bei uns. In uns. Wahre und tiefe Freude kann nur durch uns selbst entstehen. Und sie wird mehr, indem wir sie dann mit den Anderen teilen. Dass das auch anders rum hervorragend und genial funktioniert, erfahren wir immer dann, wenn andere nicht so gut drauf sind und ihren Frust an uns ablassen. Und wenn wir dann nicht gut aufpassen, laufen wir selber den Rest des Tages genauso mies gelaunt durch den Tag und stecken dann noch mehr Menschen damit an. Das wollen wir doch gar nicht, oder?

Solange wir also unser Lebensglück immer wieder von den äußeren Umständen abhängig machen, sitzen wir in der Falle. Sind die Umstände nicht so, wie wir sie gern hätten, fühlen wir uns schlecht. Läuft alles so, wie wir es wollen, dann fühlen wir uns gut. Und was heißt denn eigentlich gut oder schlecht? Am Ende ist es die Bedeutung die du gibst. Indem wir immer wieder versuchen alles durch Kontrolle zu regeln, landen wir immer wieder an der gleichen Stelle. Und dann noch eine Runde mit der Achterbahn. Huuui!

Wir sind nicht hier, um das Leben der Anderen zu leben, denn die gibt es bereits. Je weiter wir von unserem eigenen Weg abkommen, umso mehr Kampf und Anstrengung begegnet uns. Umso unglücklicher und unzufriedener werden wir. Das ist doch im Grunde wundervoll. Voll clever durchdacht. Doch unser Verstand will es wieder besser wissen und noch ein paar Runden für uns drehen und es anderen beweisen und zeigen. Manche haben ja auch Freude beim Achterbahn fahren. Vielleicht kannst du es wie dein eigenes Lebensbarometer sehen. Und mal ehrlich, das Wetter sagt ja auch nicht, voll blöd heute regnet es. Die Sonne folgt dem Regen so wie der Regen der Sonne folgt. Nur Sonne würde hier vieles aussterben lassen und Regen lässt alles Gedeihen. Ist es nicht auch so bei uns Menschen? Manche Regenphase – nenne es gern deine Tränen, die gefloßen sind, hat uns Klarheit und Blüte für unser Leben gebracht. Hat die Wolken verziehen lassen und die Sonne konnte wieder scheinen. Manchmal schöner als zuvor. Also danke Regen! Lass es uns mal so sehen. Da kommen Regenwolken, wie schön. Mal sehen was dieses mal erblühen wird. Ich bin bereit.

Alles fließt permanent. Nichts steht still. Hör auf es aufhalten zu wollen mit deinem Verstand. Dein Leben möchte dir helfen. Es möchte dir zeigen, das du bitte einen anderen Weg wählen sollst. Wehrst du dich noch oder traust du dich schon? Hast du Vertrauen in das Leben? Glaubst du es möchte dir schaden oder dir helfen? Egal welche Wahl du treffen wirst – du wirst Recht haben!

Du bist hier, weil dein Leben durch dich gelebt werden möchte. Bist du bereit für dieses Leben? Bist du bereit für dein Leben?

Es ist Zeit für eine neue Welt! Diese Welt beginnt in dir.

Der Ursprung menschlichen Leidens…

oder wie man die alten Barrieren des egozentrischen Verstandes durchbricht und in ein neues Leben mit erwachtem Verstand übergeht.

Kategorie: Mentale Gesundheit. Überwindung des Ego
Lesezeit: ca. 4 Minuten


Buddha lehrte, dass das Leiden des Menschen – individuell wie kollektiv – darauf beruht, wie wir unseren Verstand benutzen. Sprich, wir selbst verzerren unser Selbst, unserer Welt und unsere Wirklichkeit.

Die egozentrischen Muster unseres Geistes – das URTEILEN über andere und das FESTHALTEN an erwünschten Ergebnissen, bilden dabei den Ursprung des Leidens. Diesen Weg können wir nur beenden, indem wir erkennen, dass genau diese Denkmuster unser Leiden verursachen. Genau an diesem Punkt gilt es anzusetzen, denn wir können dies nur aus uns selbst heraus verändern.


Gib die Geschichte auf – von dem was du glaubst, wer du bist!

1. Du bist Schöpfer deiner Realität: Werde dir bewusst, dass du deine tägliche Realität allein dadurch erschaffst, wie du deinen bewussten Verstand benutzt. Deine Gedanken erschaffen deine Emotionen, erschaffen dein Handeln und erschaffen die entsprechenden Ergebnisse in deinem Leben. Kurzum, sie sind das Resultat dessen, was du jetzt dein Leben nennst.

2. Du hast einen freien Willen: Lerne klar zu zu sehen, dass deine egozentrischen Denkgewohnheiten beeinflusst werden können. Durch dich. Denn du hast immer die Wahl. Auch wenn es nicht immer so erscheint. Denn selbst etwas so zu belassen wie es ist und nichts zu verändern, ist eine Entscheidung. Ist eine Wahl, die du für dich getroffen hast.

3. Die Neudeutung deiner Wirklichkeit: Durchbreche deine negativen Gewohnheiten und probiere neue Verhaltensweisen aus, um neue Muster in deinem Geist zu generieren. Muster, die dein Leben in Einklang und Harmonie mit dir selbst und mit anderen bringen.


Unsere großen spirituellen, religiösen und philosophischen Traditionen sowie auch zunehmend die Wissenschaft, stimmen darin überein, dass wir Menschen unsere Welt durch das Verhalten unseres Verstandes miterschaffen. Dabei gilt es zu beachten, dass egozentrische Verhaltensweisen vor allem Trennung, Dualismus und existenzielle Entfremdung hervorbringen. Wenn wir so die Annahme weiter verfolgen, dass egozentrische Denkmuster immer wieder Leiden erzeugen, dass wir im Kern unseres Wesens gar nicht wollen, dann stelle ich mir folgende Fragen:

Warum fällt es uns noch immer so schwer, diese egozentrischen Verhaltensweisen zu überwinden? Und warum sind wir scheinbar nicht in der Lage dieses Verhalten des Verstandes auf eine essenzielle und gesündere Ausrichtung für uns selbst und die Welt zu transformieren? 

Warum entscheiden wir uns nach wie vor für das Leiden, sowohl individuell als auch kollektiv – vielleicht mehr denn je?

Können wir es eines Tages alle schaffen, die Struktur des Egos zu durchbrechen? 

Okay, schauen wir einmal kurz genauer hin.


Wie kann ich das Ego in mir erkennen und überwinden?

Sind wir uns überhaupt bewusst, ob und wann wir egozentrisch Handeln und in welcher Art und Weise wir beeinflußt werden?

Es mag den Anschein haben, als beeinträchtigen uns die Ablenkungen des Egos zum Teil unbewusst. Doch das Ego hat keine Macht, dich abzulenken, es sein denn, du gibst ihm die Macht dazu. Das bedeutet, wenn du die egozentrischen Verhaltensweisen nicht mehr willst, weil sie dir den Frieden rauben, kannst du sie aus deinem Geist entfernen. Es ist nur eine Entscheidung. Allein dein Verstand und das Ego suggerieren dir, das es schwer sein wird und kompliziert. Das haben wir ja auch so gelernt. Sieh genau hin, denn das ist es nicht. Es ist allein das Denken darüber, dass es kompliziert und schwer erscheinen lässt. Das Ego möchte es so.

Die Stimme des Ego ist eine Halluzination und es geht darum, diese Halluzinationen aufzulösen. 

Es möchte an der durch ihn geschaffenen Illusion in dir festhalten. Allein mithilfe der an den Verstand gebundenen Story und Emotionen hält es dich zurück. Es versucht die Geschichte aufrecht zu erhalten. Doch ist dir schon einmal aufgefallen, dass es immer wieder die gleiche Geschichte erzählt? Es ist wie die Wiederholung deiner Selbst, die du – sobald du dir dessen bewusst wirst, doch gar nicht willst. Erzähl eine neue Geschichte. Nämlich die Geschichte, die du erzählen möchtest.

Das Ego erzeugt Trennung, denn es will Recht haben und es versucht so den Konflikt aufrecht zu erhalten.

Und das macht es wirklich clever – indem es dich davon überzeugt, dass es dich vom Konflikt befreien kann, indem es den Konflikt auf Andere projiziert, um dir dann weiß zu machen, dass du das Problem losgeworden bist. Doch genau das ist die Illusion, die Täuschung. Das ist der Versuch des Ego zu überleben und dich davon abzuhalten, dass du dich selbst befreist. Lass einfach los. Ohne erklären zu wollen, ohne verstehen zu wollen, ohne, der Andere hat aber und muss aber und ohne das er oder sie nicht endlich einsieht, kann ich nicht. Nein! Lass einfach los. Geh durch das Gefühl hindurch und lass los. Du hast die Wahl! Gib dich selber frei. Du bist weder die Geschichte, noch der Gedanke, noch das Gefühl.

Jede Reaktion auf das Ego ist wie ein Aufruf zum Krieg.

Und Krieg entzieht dir deinen Frieden. Es gibt keinen Gegner in diesem Krieg. Das ist die Neudeutung deiner Wirklichkeit, die du vorzunehmen hast, um den Frieden in dir zu erreichen und zu erhalten. Denn diejenigen, die du als Gegner wahrnimmst, sind Teil deines Friedens, den du dadurch aufgibst, dass du sie angreifst. Wie kannst du bekommen, was du aufgibst? Indem du den Frieden aufgibst, schließt du dich von ihm aus.